Der Wallwurz
16.November 2006 | Thema: Wallwurz
| Vorheriger Wallwurz-Beitrag: Nächster Wallwurz-Beitrag: Selbstmedikation von Wallwurz »

Was ist der Wallwurz eigentlich? Seit wann ist der Wallwurz bekannt? Woher kommt der Wallwurz? Wozu ist er gut?
Was ist der Wallwurz eigentlich?
Der Wallwurz ist einer unserer wertvollsten Heilkräuter. Der Volksmund
kennt viele Namen für ihn, wie Beinwell, Waldwurz, Schadheilwurzel oder
Comfrey.
Sein wissenschaftlicher Name ist Symphytum officinale L.
Seit wann ist der Wallwurz bekannt?
Er galt schon früh bei griechischen und römischen Ärzten als
Heilkraut.
Dioskurides erwähnte ihn als Heilpflanze und Hildegard von Bingen
führte ihn in die Heilkunde ein.
Woher kommt der Wallwurz?
Heimisch ist er in fast ganz Europa. Man findet ihn auch noch in Teilen
Sibiriens. Wildwachsend findet man ihn vor allem auf feuchten Äckern
und Wiesen aber auch in trockenen Gebieten.
Wozu ist er gut?
Seine Volksnamen weisen auf seine Wirkung hin. Beinwell,
Wallwurz
bedeuten „zusammenwachsen“.
Gemeint ist seine wundheilungsfördernde
Kraft bei Gewebeschädigungen, angefangen von Quetschungen,
Verstauchungen, Blutergüssen, Venenleiden bis hin zu Knochenbrüchen.
Er
hilft bei geschwollenen Beinen und Arthritis und bringt die Gelenke
wieder in Schwung.
Die Wurzel, die das entzündungshemmende Allantoin beinhaltet, fördert
die Durchblutung und erhöht in der Wunde die Zahl der weissen
Blutkörperchen.
Das Gewebe wird zur Neubildung angeregt. Zusätzlich
hilft es bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren.
Welche Teile des Wallwurz werden verwendet?
Blätter und Wurzel können verwendet werden, wobei die einen auf die Wurzel und die anderen auf die Blätter schwören.
Wie wird er angewendet?
Blätter oder Wurzel äusserlich als Umschlag, Breiwickel oder als Paste.
Nicht auf offene Wunden verwenden und auf Überempfindlichkeiten achten. Nicht bei Kleinkindern verwenden!
Die innerliche Anwendung ist heute fragwürdig, da man den Verdacht hat,
dass die enthaltenen Pyrrolizin-Alkaloide kanzerogen wirken könnten.
Wie kann eine Anwendung zubereitet werden?
100 Gramm der Wurzel klein hacken und mit 250 ml Wasser kochen. Mit
dieser Flüssigkeit werden Gazeverbände getränkt und auf die Wunde
gelegt.