19.Juni 2007 | Thema: Akupunktur & Kräuter | Schlagwörter: Akupunktur | Vorheriger Akupunktur & Kräuter-Beitrag: « Blutdrucksenker Akupunktur | Nächster Akupunktur & Kräuter-Beitrag: Entzündungen - die heimlichen Killer »
Immer mehr Patienten erhalten neben Strahlen- und Chemotherapie
ergänzende komplementärmedizinische Behandlungen. Der Misteltherapie
kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, die für Patienten eine
nachweisliche Verbesserung der Lebensqualität hat. Zunehmend suchen
Krebspatienten nach Methoden, die Selbstheilungsprozesse fördern.
Die Mistel kann bei den meisten Tumoren eingesetzt werden.
Mistelpräparate gehören zu den am häufigsten verschriebenen
komplementären Therapien. Schon in der Antike und im Mittelalter wurde
die Mistel als Heilpflanze verwendet.
Die
Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer und nistet sich auf
verschiedenen Bäumen ein. Mistelextrakte unterscheiden sich daher - je
nach Wirtsbaum (z.B. Apfel, Tanne, Kiefer) - in Inhaltsstoffen und
Indikationen.
Ein erstes Arzneimittel stellte Rudolf Steiner 1917 aus der Mistel her
- zur Behandlung von Krebs. Seit damals wurde die Misteltherapie
kontinuierlich weiterentwickelt und wissenschaftlich erforscht.
Die
Mistel ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen und hat ein
breites Spektrum an Inhaltsstoffen.
Die wichtigsten sind dabei die
Lektine, die die körpereigene Immunabwehr anregen und die Viscotoxine, die auf Krebszellen zytotoxisch wirken.
Mistelpräparate werden entweder während einer Chemo- oder
Strahlentherapie verabreicht, um die Nebenwirkungen möglichst gering zu
halten oder in den Behandlungspausen, um die Phasen der Regeneration zu
unterstützen.