Acai Beere – Ein Schatz des Amazonas

Der Amazonas ist für seinen Artenreichtum bekannt und dafür, dass er noch viele Schätze und Geheimnisse verbirgt. Ein neu entdeckter nutritiver Schatz ist die Acai Beere für Europäer und Nordamerikaner, obgleich die indigene Bevölkerung seit Generationen die Palmbeere geniesst und die Palme vielseitig verwendet.

Ca. 35.000 Pflanzenarten werden im Regenwald am Amazonas, in Norden Brasiliens, vermutet. Gerade einmal 5.000 wurden wissenschaftlich erfasst.

Darunter befindet sich die Acaipalme, auch als Kohlpalme bezeichnet. Die Früchte der Amazonaspalme sind Energielieferanten mit hohem nutritivem Wert und werden in Europa und Nordamerika immer bekannter.

Dabei verwenden die Ureinwohner am Amazonas nicht nur die Palmbeeren sondern die ganze Palme seit Generationen.

Wie wird die Acaipalme verwendet?

Die Acaipalme ist eine schnell wachsende Palmenart und kann über 30 Meter hoch werden.

Im Vergleich zu ihren langen aber schlanken Stamm thront eine beachtliche grüne Baumkrone am oberen Ende. In Büscheln hängen die nahrhaften Acai Beeren unterhalb der Baumkrone.

Das Blätterwerk

Die feine gefiederten Blätter der Palme werden von den Ureinwohnern sehr vielseitig verwendet. Sie werden für den Hüttenbau, genauer für die Dachabdeckung verwendet.

Die Palmenfasern werden für Körbe, Matten, Hüte und Tragetaschen verwendet.

Die Samen  

Den Samen der Acaibeere wird eine ähnlich starke antioxidative Wirkung wie dem Fruchtfleisch zugeschrieben. Allerdings werden die Samen nur als Tierfutter verwendet oder vom örtlichen Kunsthandwerk für Armbänder oder andere Dekorationen genutzt.

Die Palmherzen (Palmito)

Auch die Palmherzen (Palmito) werden zunehmend angeboten. Dabei handelt es sich um eine Delikatesse, die Salate und andere Gerichte verfeinert, mit wenig nutritiven Wert ausser einem hohen Eisenwert. 

Da für ca. 1 Kilogramm Palmherz zwei Palmen gefällt werden müssen, war der Genuss von Palmherzen bei der einheimischen Bevölkerung eher wenig verbreitet, kam aber in den Küstenstädten Brasilien in Mode.

Wesentlich gesünder und ebenso schmackhaft ist der Saft, der aus den Acai Beeren gewonnen wird

Die Acai Beeren

An den Büscheln, von denen die Palme drei bis vier pro Jahr produziert hängen die Palmbeeren.

Sie können das Jahr über geerntet werden, doch  die Haupterntezeit ist während der trockenen Monate von August bis Dezember.

Aus dem Fruchtfleisch der Acai Beeren stellen die indigenen Amazonasvölker traditionell nahrhafte Pürees und Cremespeisen her.

Selbst Wein wird aus den Palmbeeren zubereitet, der ähnlich dem Saft ein nussiges Aroma hat.

Die Entdeckung der Acai Beere

Überwiegend wird der Saft der Acai Beere noch im Norden Brasiliens konsumiert.

Doch die Acai Beere und all das, was sich aus ihr machen lässt, verbreitet sich schnell auch in andere Regionen Brasiliens und über den Atlantik nach Nordamerika und Europa.

Denn in der kleinen wohl schmeckenden Frucht steckt nicht nur ein angenehmes Aroma. Sie ist voller Vitamine, Mineralstoffe und ein Bollwerk an Antioxidantiens.

Faserstoffe helfen zudem bei der Verdauung und die gesunden, ungesättigten Fettsäuren der Frucht machen sie äusserst nutritiv. Dabei hat sie als Frucht oder Saft nur wenige Kalorien.

Durch die kurze Haltbarkeit nach der Ernte kommt man in Europa selten in den Genuss der Früchte. Dafür werden Acai Beeren bereits als Acai Saft, Acai Kapseln und Acai Pulver angeboten.