Ausgebrannt oder “Feuer und Flamme”?

Für jeden Arbeitgeber sind Mitarbeiter, die “für ihren Job brennen” besonders wertvoll und sollten daher besonders geschützt werden und es sollte ein Programm zur Vorbeugung des Burnout-Syndroms für Mitarbeiter entwickelt werden. 

Lange galt das Burnout-Syndrom als “Stresssyndrom der pflegenden Berufe”, doch dieser Zustand des inneren “Ausgebrannt-seins” macht auch vor anderen Berufen und selbst vor Verwaltungen nicht halt.

Typisch ist, dass sie einen persönlichen Bezug zur eigenen Tätigkeit erfordern.

Wichtig ist für Betroffene die eigene Arbeitssituation in Hinblick auf die spezielle Problematik zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Nicht nur der Anteil an belastenden Situationen sollte gemindert, sondern gerade auch die positiven Ressourcen, wie z. B. die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team müssen gestärkt werden.

Ein positives Feedback schützt vor den negativen Wirkungen der alltäglichen Belastungen, der Austausch mit Kollegen und die Sensibilisierung und der angemessene Umgang der Vorgesetzten mit dem Thema.

Eine stärkere Beteiligung bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe verhindert, dass sich die Mitarbeiter den Strukturen und Belastungen ausgeliefert fühlen.

Auch eine Überstrapazierung interner Kontrollmechanismen ist für das Burnout-Syndrom mitverantwortlich.

Die gesteigerte Konzentration nicht nur auf die Inhalte, sondern auch auf das eigene Verhalten macht berufliche Gesprächsrunden so anstrengend.

In einer Sitzung kontrollieren wir unser Verhalten genau, auch wenn wir scheinbar “nur” dabeisitzen.

Ständig versuchen wir, unser Verhalten an Erwartungen und Normen anzupassen.

Für Situationen mit Kundenkontakt gilt besonders, auch in schwierigen Situationen immer freundlich zu bleiben.

Diese ständigen Selbstkontrollprozesse fördern auf Dauer das Burnout-Syndrom und andere psychische Befindlichkeitsstörungen.

Bedingungen können hier präventiv wirken. unter denen Freude und Erfolg bei der Arbeit erlebt werden können und bei denen es immer wieder kurze Erholzeiten mit der Möglichkeit gibt, auch mal “man selbst” zu sein,