Der Nutzen von Kosmetikprodukten

Ein Kosmetikartikel bzw. ein Hautpflegemittel ist jeder Wirkstoff, der auf die Haut aufgetragen wird und eine zeitweilige, oberflächliche Änderung verursacht. Wir verwenden eine Vielzahl von Kosmetikprodukten, von Feuchtigkeitsspendern bis zu Lippenstiften. Schminkprodukte ändern unser sichtbares Erscheinungsbild durch Hervorhebung unserer Gesichtszüge mittels kunstvoller Auftragung von Farbe.

Das Gesicht wird durch Schminke verändert, wir möchten es verschönern und so unsere Selbstwahrnehmung an andere übermitteln.

Die Schminke kann Makel, Narben, Augenringe und unser Hautbild ausgleichen.

Damit können wir unser Selbstwertgefühl steigern, wir fühlen uns gut aussehender und von der Gesellschaft anerkannter.

Schminke kann ein gepflegtes Erscheinungsbild übermitteln, was ebenfalls unser Selbstvertrauen fördert.

Hautpflegemittel können die Oberflächenschicht der Haut behandeln und sie vor Umwelteinflüssen schützen.

Cremes können Feuchtigkeit spenden und diese Hautfunktion unterstützen.

Peelings
verbessern das Hautbild durch das Entfernen von schwarzen Mitessern und toten Hautzellen sowie der Anregung der Hautdurchblutung.

Adstringierende Kosmetika kann die Haut bedingt zusammenziehen, verhindert das Ansammeln von Abfallstoffen in der Haut. 

Seifen können Fett- und Schmutzpartikeln ablösen und so die Haut reinigen.

Kosmetikprodukte
haben also durchaus ihre Berechtigung. Die Frage ist nur, was unsere Haut benötigt und müssen wir alles verwenden, was es auf dem Markt gibt?

Die Hautphysiologie und wie Kosmetikprodukte die Hautfunktionen beeinflussen

Die Haut besteht aus drei Schichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Cutis) und Unterhaut (Subcutis).

Die Epidermis ist für das Auge sichtbar. Hier findet gleichzeitig auch der sichtbare Alterungsvorgang und andere Veränderungen der Haut statt.

So wird die Haut z. B. besonders im Augenbereich  mit der Zeit zunehmend dünner und trockener.

Manche Kosmetikprodukte können die Haut zwar vorübergehend wieder verbessern, doch der Vorgang ist unumgänglich.

Das natürliche Elastin und Collagen der Haut werden mit den Jahren weniger produziert, es entstehen Fältchen und Runzeln.

Deshalb
sollte die Haut z. B. vor UV-Licht und anderen Umwelteinflüssen geschützt werden um diesen Alterungsprozess hinaus zu zögern.  

Die Haut ist ein besonders vielseitiges, dynamisches Gewebesystem.

Ein Quadratzentimeter Haut enthält 19 Millionen Zellen, 625 Schweißdrüsen,
90 Öldrüsen, 65 Haarfollikel, 19 000 Sinneszellen und 4 Meter Blutgefäße (siehe Lappe, 1996).

Die äußerste Hautschicht, die Epidermis erneuert sich immer wieder. Sie wird von der unterliegenden Hautschicht versorgt.

Sie benötigt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben Feuchtigkeit, ist sie doch vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Die Hautoberfläche ist ebenso der Aufenthaltsort von Millionen gesunder Mikroorganismen, die unsere Abwehrkräfte gegen pathogene, oder krankheitserregende Bakterien, stärken.

Deshalb sind antibakterielle Cremes oder Gesichtswasser immer mit Vorsicht zu geniessen, denn sie zerstören auch so genannte gesunde Bakterien, die auf unserer Haut leben und zu unserer Abwehr zählen.

Die Anwendung anti-mikrobiellen Wirkstoffen kann zu unerwünschten Ergebnissen führen, da zu viele gesunde Bakterien vernichtet werden.

Die Schweißbildung der Haut ist ebenfalls eine natürliche Funktion der
Haut, die der Temperaturregulierung dient. Im Schweiss befinden sich ebenfalls antibakterielle Wirkstoffe.

So müssen Waschlotionen also keine antibakteriellen Substanzen enthalten, da sie das natürliche Abwehrsystem der Haut zerstören können

Die Auswirkungen künstlicher und natürlicher Zutaten von Kosmetikprodukten

Kosmetikprodukte und Hautpflegemittel haben durchaus ihre Berechtigung.

Sie können die Hautfunktionen unterstützen und sorgen für ein gepflegtes Aussehen.

Wir fühlen uns dadurch besser, was sich letztendlich auch auf unsere
Gesundheit auswirkt und einen positiven Kreislauf in Gang setzen kann.

Wichtig ist deshalb, dass man sich genau über die Präparate informiert, die man für seine Haut verwenden will. Das beginnt beim Lippenstift und endet bei einem Körperöl

Vor dem Kauf sollten Sie sich informieren, welche Zutaten ihr Kosmetikartikel enthält und warum dieser Wirkstoff verwendet wird.

Sie sollten nicht vergessen, dass wir über die Haut auch Stoffe aufnehmen.

So wie ätherische Öle in Kosmetikartikeln eine positive Auswirkung haben, können chemische Substanzen sich auch negativ auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirken.

Ebenfalls können wir beim
Auftragen, wie etwas Deodorants oder Talkpuder, Stoffe auch einatmen. Bei der Pflege unseres grössten Organs sollten wir also viel Sorgfalt walten lassen.

Vergessen sollten wir nicht, dass Kosmetikartikel nur ein Teil der Pflege sind.

Weitaus wichtiger ist eine gesunde Ernährung, ein adäquater Schutz vor Umwelteinflüssen sowie ein ausgeglichener Alltag zwischen Aktivität und
Enspannung.