Die Engel

Gerade recht in der Weihnachtszeit begegnen wir vielen Engeln auf der Strasse. Natürlich Dekorationen aus Holz, Plastik oder Pappe. Hinter anderen Engeln verstecken sich verkleidete Menschen und auch das Nürnberger Christkind hat die Erscheinung eines Engels.

Auch wer sich nicht mit der Frage beschäftigt, ob es Engel nun wirklich gibt oder ob die geflügelten Himmelswesen nur der menschlichen Phantasie entspringen, findet sie meist zumindest sympathisch.

Was hat es mit den Engeln auf sich?

Das Wort „Engel“ an sich kommt aus dem Griechischen. „Angelos“, was mit Bote Botschafter übersetzt wird. Auch im Hebräischen gibt es eine Bezeichnung für diese Luftwesen, das ebenfalls mit Bote übersetzt wird.

In der jüdischen, christlichen und islamischen Mythologie werden immer wieder Engel erwähnt.

Und die ersten nachweislichen Erwähnungen von Engeln finden sich auf einen Rollsiegel um 2250 v. Chr. in Mesopotamien, was dem heutigen Südost-Anatolien in der Türkei, dem Irak und Syrien entspricht. Engelsdarstellungen wurden ebenfalls aus dieser Zeit gefunden.

Auch in der Bibel und in den Apokryphen werden Engel erwähnt, vor allem die so genannten Erzengel Gabriel, Michael und Raphael. In der Bibel wird die Funktion der Engel auf die des göttlichen Botschafters reduziert.

Engel gelten als Bindeglied zwischen Himmel und Erde und, auch wenn ihnen Bewusstsein zugeschrieben wird, ist es für ihre Aufgabe aus biblischer Sicht nicht wichtig.

Engelsgestalten finden sich in allen Kulturen, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind. Auch ihre Aufgabe ähnelt sich. Sie dienen als Vermittler zwischen dem Göttlichen und den Menschen.

Einzig ihre Darstellung unterscheidet sich. Ähnlich der biblischen Darstellung handelt es sich bei den Engeln der islamischen Lehre um beeindruckende, gewaltige Lichtgestalten.

In europäischen Engelsdarstellungen werden sie dagegen oftmals niedlich dargestellt, wenn wir z. B. an die Barockengel denken.