Ein Schote erobert die Welt – Chilis

Wer es scharf liebt, der kennt die scharfen Schoten, die man frisch, getrocknet, in Öl eingelegt, gemahlen und in vielen pikanten Produkten geniessen kann.
Wie gut, dass es Irrtümer gibt!

Denn einem Irrtum ist es zu verdanken, dass die kleine rote Schote nach Europa kam und uns lehrte, was richtige Schärfe heisst. Bisher kannte Europa nur die von Indien her transportieren Pfefferkörner.

Doch diese waren teuer und nur der Obrigkeit vorbehalten. Schliesslich war Pfeffer so hochgeschätzt wie Gold.

Mit der kleinen Schote wurden wir und viele anderen Nationen in die Welt der Schärfe eingeführt.

Kolumbus, der die Pfefferschote, zusammen mit der Kartoffel, aus Amerika mitbrachte, verteilte sie während seiner Reisen gleichzeitig in anderen Ländern.

Die portugiesischen Nachbarn, begeistert von der kleinen Schote nahmen sie wiederum mit auf ihren Entdeckungsreisen und brachten die Chilis in ihre Kolonien.

So kennen wir heute aus vielen Ländern würzige, aromatische Speisen, die uns zwar fast das Wasser in die Augen treiben, die wir aber trotzdem geniessen wollen.

Bereits im 16. Jahrhundert also, waren die Chilis in Indien, Afrika und Asien verbreitet. Selbst Indien wechselte vom heimischen Pfeffer zu den Chilis.

Mitte der 90iger Jahre des letzten Jahrhundert überrundeten Chilisaucen in den Vereinigten Staaten von Amerika sogar das heiss geliebte Tomatenketchup als Würze.

Über 2000 verschiedene Sorten an Chilisaucen werden mittlerweile gefertigt. Liebhaber sammeln und verkosten Chilis und Chilisaucen wie teure Weine.

Seit Kurzem finden wir die beliebte Schärfe auch in vielen Produkten verarbeitet, denken wir an Kartoffelchips, die mit scharfem Chiligeschmack aufgepeppt werden.

Selbst Pasta gibt es mit Chiligeschmack, schnell zuzubereiten und zu geniessen. Neben den normalen Hartweizengriess Chili Teigwaren, gibt es auch die Chili Patsa aus Urdinkel.