Hilft eine Diät gegen Hitzewallungen in der Menopause?

Viele Frauen sind in den Wechseljahren von Hitzewallungen geplagt. Kann eine Diät helfen?

Zu den bekanntesten und auch unangenehmsten Beschwerden der Wechseljahre gehören Hitzewallungen.

Mehrere Studien haben bereits gezeigt, dass übergewichtige Frauen vermehrt und wesentlich ausgeprägtere Beschwerden in den Wechseljahren haben als schlanke Frauen.

Inwieweit Abnehmen die plötzlichen Schweissausbrüche beeinflussen kann, wurde nun von amerikanischen Wissenschaftlern der University of California untersucht.

Für die Studie wurden Daten aus einer anderen Untersuchung verwendet. Im „Program to Reduce Incontinence by Diet and Exercise“ hatte sich gezeigt, dass Inkontinenz, ebenfalls ein Problem älterer Frauen, nachlässst, wenn übergewichtige Frauen abnehmen.

Das Forscherteam um Alison J. Huang wertete die Daten von 226 Frauen im Alter von 53 Jahren aus, die über einen Body Mass Index zwischen 25 bis 50 verfügten. 112 Frauen gehörten der Kontrolgruppe an.

Jeweils die Hälfte der Frauen in beiden Gruppen klagte über Schweissausbrüche.

Die Frauen in der Interventionsgruppe trainierten wöchentlich und unterlagen einer Diät von täglich 1.200 bis 1.500 Kalorien.

Die Frauen nahmen im Durchschnitt ca. 7,5 Kilogramm ab.

Bei jeder zweiten Probandin, die vorher an Schweissausbrüchen litt, waren die Hitzewallungen verschwunden.

Noch nicht untersucht wurde, der Zusammenhang zwischen der Gewichtsreduktion und dem Ausbleiben der lästigen Schweissausbrüche.

Vermutet wird ein Zusammenhang mit grösseren Fettmassen, die Wärme besser isolieren, damit aber auch den Körper schneller überhitzen können.

Die landläufige Meinung, dass Fettgewebe Östrogen produzierte und damit vor den Beschwerden der Wechseljahren schützt, wurde damit jedoch widerlegt.