Hopfen ist die Arzneipflanze des Jahres 2007

Bei Hopfen würden wir doch zu allererst an ein gutes Glas Bier denken. Sorgt doch der Hopfen im Bier für einen würzigen Geschmack, für schönen Schaum und auch eine längere Haltbarkeit.

Doch es steckt mehr im Hopfen. Er taugt auch als Faserpflanze und zur Hausbegrünung. Die
jungen Sprosse können als Wildgemüse zubereitet werden. Ein weiterer Reichtum ist seine Anwendung als Arzneipflanze.

Im frühen Mittelalter wuchs er zwar schon in Hopfen- und Klostergärten. Seine Verwendung reduzierte sich aber auf die Konservierung von Getränken.

Lange Zeit wurden ihm bei uns in medizinischer Hinsicht keine Bedeutung beigemessen. Erst im 19. Jahrhundert machte man sich seine beruhigende Wirkung zu Nutze.  

Er hielt Einzug als Bittermittel für die Verdauung und als Nervenmittel zur Beruhigung. Er wurde empfohlen gegen
Appetitlosigkeit bei Magenkatarrhen, für die Magenschleimhaut und bei Einschlafschwierigkeiten.

Heutzutage ist er in Kombination mit der Baldrianwurzel das am  häufigsten verwendete pflanzliche Schlaf- und Beruhigungsmittel.

Neueste wissenschaftliche Entdeckungen zeichnen ihn auch als ein gutes Arzneimittel für Frauen in den Wechseljahren aus.

Was aber die wenigsten Wissen, dass Hopfen auch die Teilung von Krebszellen verhindern kann. Allerdings sind die Wirkstoffe so minimal in der Pflanze enthalten, dass eine Produktion noch sehr kostspielig ist.