Ist übermässiges Schwitzen krankhaft?

Schwitzen ist gesund. Wie bei vielen kann ein Zuviel auch am Schwitzen schädlich oder der Hinweis auf eine Erkrankung sein. Wie lässt sich übermässiges Schwitzen behandeln?

Schwitzen ist eine lebenswichtige Körperfunktion zur Regulierung der Körpertemperatur und zur Ausscheidung von Giften.

Zu starkes Schwitzen kann auf eine Erkrankung wie beispielsweise Diabetes hinweisen.

Im Falle von starkem Schwitzen ist es immer empfehlenswert, Schwitzen als Symptom anderer Erkrankungen abzuklären.

Denn auch Erkrankungen der Schilddrüse oder ein Östrogenmangel in den Wechseljahren kann ein übermässiges Schwitzen verursachen.

Scheiden andere Erkrankungen aus, dann spricht man von Hyperhidrose.

Wer unter übermässigem Schwitzen leidet ist oftmals verzweifelt.

Durch schwitzige Hände zögert man die Hände zu schütteln, Fussgeruch ist ebenso häufig verbreitet wie Schweissflecken in den Achselhöhlen.

An den Händen, Fusssohlen und im Bereich der Achselhöhlen zeigt sich die Hyperhidrose am Deutlichsten, denn dort ist die Dichte der Schweissdrüsen am höchsten.

Wie kann übermässiges Schwitzen behandelt werden?

Mit oft viel Aufwand und wenig Erfolg versuchen Betroffene mit weiter Kleidung und häufigem Kleiderwechsel, Deos und Antitranspirantien der Last zu Leibe zu rücken.

Verwendet werden zur lokalen Behandlung häufig Tabletten und Tropfen mit Salbeiextrakten.

Es gibt auch spezielle Deodorants mit Aluminiumsalzen. Bei schwitzigen Händen und Füssen werden Wechselstrombäder empfohlen.

Abgekommen ist man in letzter Zeit von der operativen Entfernung der Schweissdrüsen.

Angeboten werden auch Injektionen in die Achselhöhlen mit Botulinumtoxin (Botox).

Dabei handelt es sich um ein starkes Gift, das die Nerven lähmt und so die Schweissproduktion für ca. fünf bis neun Monate unterbinden.