Kennen Sie die Zusatzstoffe Ihrer Nahrungsmittel?

Warum werden Farbstoffe, Emulgatoren, Antioxidanzien und Zuckeraustauschstoffe verwendet? Derzeit werden in der Europäischen Union ca. 430 Zusatzstoffe und 2’000 teilweise künstliche Aromastoffe bei Lebensmitteln zugelassen. Die Zusatzstoffe müssen aufgrund der Kennzeichnungspflicht auf Lebensmitteln mit sogenannten E-Nummern oder aber die Stoffgruppe mit Substanznamen auf dem Produkt genannt werden.

Ob die Zusatzstoffe dabei notwendig oder überflüssig sind, ist unwichtig. Einige Zusatzstoffe wie Farbstoffe und Konservierungsmittel können jedoch Allergien oder andere Krankheiten auslösen. Manche Zusatzstoffe stehen gar im Verdacht, krebserregend zu sein.

Wissen Sie, was in Ihren Nahrungsmitteln steckt?

Was steckt hinter den Nummern E 100 – E 180?

Dahinter verbergen sich Farbstoffe, für Süssigkeiten, Desserts, Obstkonserven aber auch für Liköre oder Fischkonserven. Sie erzeugen den Eindruck von Frische. Das Tartrazin-Gelb mit der E-Nummer 102 soll für die Gesundheit jedoch bedenklich sein, da es, wie auch synthetische Farbstoffe Allergien auslösen kann.

Was steckt hinter den Nummern E 200 – E 290?

Unter diesen Nummern finden sich Konservierungsmittel, die in Marzipan, Salaten, Margarine, Marmeladen, Senf, Limonaden, Marinaden und selbst in geschnittenem Brot verwendet werden. Bei bestimmten Lebensmitteln wäre der Zusatzstoff überflüssig, wenn die Lebensmittel frisch gekauft werden würden.

Für Allergiker kann eine Gefahr bei den E-Nummern  E 210 – 213 bestehen. Konservierungsmittel mit der Nummer E 220 – E 228 können bei empfindlichen Menschen Übelkeit, Durchfälle und Kopfschmerzen auslösen.

Das Pilzmittel Natamyzin mit der Nummer E 235 wird häufig bei Hartkäse verwendet um den Pilzbefall zu verhindern. Es kann Allergien auslösen.

Was steckt hinter den Nummern300  – 330

Antioxidantien stecken hinter diesen E-Nummern. Da Luftsauerstoff einen verderblichen Einfluss bei Lebensmitteln haben kann, werden gerne Antioxidanzien verwendet um dies zu vermeiden. Nachteile sind hier nicht bekannt. Vitamin E gehört übrigens zu den Antioxidanzien.

Sind Geschmacksverstärker schädlich für die Gesundheit?

Durch Natriumglutamat beispielsweise kann eine Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwindel, Herzklopfen, Brustbeschwerden und Kopfschmerzen ausgelöst werden. Auf Geschmacksverstärker kann in Nahrungsmitteln verzichtet werden.

Süssstoffe – muss das sein?

Bei Joghurts, Getränken, vor allem Light Produkten und Nachspeisen werden Süssstoffe wie Aspartam, Saccharin, Acesulfam, Thaumatin, Cyclamat oder Neohesperidin verwendet. Süssstoffe haben zwar keine Kalorien, dafür stehen sie im Verdacht, eine Vielzahl von Krankheiten wie auch Krebs auszulösen. Zudem können sie eine Abhängigkeit nach dem süssen Aroma bewirken.

Wo finden sich Zuckeraustauschstoffe?

Zuckeraustauschstoffe wie Maltit (E 965), Maltitsirup (E 965ii), Mannit (E 421), Sorbit (E 420), Isomalt (E 953), Xylit (E 967) und Lactit (E 966) finden sich in Diabetikernahrung, Kaugummi, Getränken und Süssigkeiten. Diese Stoffen können Durchfall verursachen.

Sie sind für Zähne weniger gefährlich als Zucker, da se nicht von Bakterien verwendet werden, die an der Bildung von Karies beteiligt sind..

Sind Emulgatoren bedenklich für die Gesundheit?

Bei Emulgatoren sind keine Nachteile für die Gesundheit bekannt. Emulgatoren werden benötigt um Wasser mit Fett zu mischen.