Macht Lärm krank?

Wir vergessen oft die Folgen von Lärmbelästigung. Wir sorgen uns um Bakterien und Viren und stärken unser Immunsystem. Wir versuchen uns ausgewogen zu ernähren und wenig oder gar nicht zu rauchen. Auch Alkohol gibt es in Massen und man sorgt für ausreichend Bewegung oder eine sportliche Aktivität.

Doch einen Krankmacher haben wir dabei vergessen. Er ist ständig in unserer Nähe, mal lauter und mal leiser: der Lärm. Wir haben uns schon an Lärm gewöhnt.

Besonders wer in Grossstädten wohnt, schläft mit dem Strassenlärm ein und wacht mit ihm auf. Wir sind gewohnt an Radiomusik, an den Lärm der Strasse und an die vielen begleitenden Geräusche, die uns ständig umgeben.

Doch Lärm kann auch krank machen. Es ist erstaunlich, wie wenig Lärm, wir im Grunde aushalten. Der menschliche Körper hat sich im Lauf der Zeit an die vielen Veränderungen der Umwelt wohl angepasst. An was er sich wohl nicht gewöhnen kann, ist der Lärm.

Wann macht Lärm krank?

Wann Geräusche oder Musik zum Lärm erklärt werden, ist sehr individuell. Der eine mag laute Musik, der andere mag es stiller.

Hinzu kommen auch Stimmung und Tagesleistung oder wie sehr wir uns konzentrieren müssen. Für die rechtliche Bewertung gibt es Normen. In der Medizin wird die Schwelle von Hörschäden bei 85 Dezibel (dB) angesetzt.

85 Dezibel sind schnell erreicht, hat doch das Ticken einer Uhr bereits 20 dB, leise Musik 40 dB und ein normales Gespräch 50 dB.

Normaler Strassenverkehr wird bereits mit 75 dB gemessen, ein Rasenmäher hat 80 dB, und ein vorbei fahrender Lastwagen hat 90 dB.

Was verursacht Lärm?

Lärm erhöht das Risiko an Herzkrankheiten, Hörschäden, Tinnitus, Schlafstörungen, Bluthockdruck und Magengeschwüren zu erkranken.

Die körperliche und geistige Leistung kann durch Lärm eingeschränkt werden, das Unfallrisiko erhöht sich und es kann zu Lern- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen kommen.