Neue Gaumenkitzel auf den Teller

Rosen und Chrysanthemen, Gänseblümchen und Girsch lassen sich zu bunten Speisen zubereiten, denn fast alle Blumen sind essbar. Reifegrad und Zustand der Blüten sind entscheidende Geschmackskriterien.

Platz hat Blühendes gerade in der leichten Sommerküche. Im Frühjahr beginnt es mit Flieder und Begonien gefolgt im Sommer von Gewürztagetes, Gladiolen u. a.

Damit sie schön frisch sind am besten erst kurz vorher vor dem Servieren pflücken. Vorübergehend halten sich ganze Blüten in einer Wasserschale.

Abzuraten ist vom Pflücken an Straßen und Feldern wegen möglicher Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.

Anfänger umgehen so das Risiko, geschützte oder giftige Pflanzen zu erwischen, denn Giftstoffe sind weder an der Farbe noch am Geruch zu erkennen.

Auch gilt Finger weg von Christ- und Pfingstrosen, Ahornstab, Rhododendronblüten und Fingerhut. Zu empfehlen ist der Besuch eines Bestimmungskurses.

Ausgebackene Holunder-, Zucchini- und Robinienblüten gehören zu den Klassikern. Sonnenblumenknospen eignen sich zum Anbraten.

Eine Idee aus der chinesischen Küche sind Chrysanthemenblätter als Einlage in klare Suppen und gedünstete Taglilien als Delikatesse zu Reis, Geflügel und Krabbengerichten.

Die bunte Pracht ist dekorativ und auch gesund. So enthalten Veilchen mehr Vitamin C als Orangen und sie sind reich an Beta-Carotin.

Reichlich Vitamin A enthält z. B. der Löwenzahn. Vorsichtig sollten empfindliche Menschen beim Verzehr sein, da manche Pflanzen allergische Reaktionen auslösen können.