Schlaf – Energiequelle des Lebens

Gemessen an der Anzahl der Stunden, die wir mit Schlafen verbringen, nimmt der Schlaf doch immerhin ca. ein Drittel unserer Zeit ein. Die Mehrheit der Erwachsenen benötigt ca. 6 – 7 Stunden Schlaf jede Nacht. Schlafforscher gehen aber davon aus, dass eine Länge zwischen 4 – 12 Stunden Schlaf immer noch als normal angesehen wird.
Aber was hat es mit dem Schlaf auf sich?

In den jüdisch-christlichen Überlieferung hält man nicht viel vom Schlaf und man soll nicht mehr wie nötig schlafen, „so wirst du Brot genug haben“, wie das Ende eines Zitates lautet.

Besser weg kommt er in östlichen Philosophien und Religionen. So wird sie u. a. auch als der eigentliche wahrer Zustand dargestellt, in dem Individuum und Kosmos eins sind. In altindischen Texten findet das Träumen und der Tiefschlaf Erwähnung.

In den vergangenen Jahrhunderten gab es immer wieder verschiedene Theorien, naturwissenschaftliche Konzepte, die aber nie belegt werden konnten.

Das Wort selbst entstammt dem altgermanischen und bedeutet ursprünglich „schlapp werden“. Immerhin ist ja gerade das Erschlaffen der Muskulatur eine wichtige Messgrösse zur Bestimmung des Schlafes.

Die erste interessante Entdeckung war im 19. Jahrhundert, das unser Schlaf in den ersten Stunden am tiefsten ist und dann zunehmend oberflächlicher wird.

Der modernen Schlafforschung verhalf letztendlich die Möglichkeit, die im Gehirn entstehenden elektrischen Ströme kontinuierlich aufzuzeichnen.

Die Entdeckung des REM-Schlafs (Rapid Eye Movement Sleep), eines grundlegend neuen Abschnittes des Schlafes war entdeckt worden.
Letztendlich fehlt aber doch eine vollständige plausible Erklärung zur Funktion des Schlafs.

Das der Schlaf zur Erholung des Körpers dient, ist noch am Einsichtigsten. Die Körperfunktionen des Schlafes sind auf ein Minimum geschaltet.

Sowohl Körpertemperatur, Puls und Atemfrequenz ist niedrig und auch der Blutdruck sinkt. Der Körper entspannt und dadurch kommen auch wieder entgleiste Körperabläufe ins Lot.

Wir spüren morgens die Entspannung nach einem erholsamen Schlaf.

Die psychische Hypothese sieht den Schlaf als Phase an, in dem wir am Tag erlebtes verarbeiten. Wir sortieren aus, wichtige Informationen speichern wir ab, Erfahrungen werden ausgewertet, Unnützes wird aussortiert.

Warum wir schlafen, bleibt also auch weiterhin noch Diskussionsstoff. Anhand der Stundenzahl gemessen, sicher nicht unwichtig.

Dass er wichtig für uns ist, spüren wir, wenn er uns fehlt.