Schlafstörungen aus der Sicht der traditionellen chinesischen Medizin

Würden wir unsere Stunden, die wir im Laufe unseres Lebens mit Schlafen verbringen zählen, so würden wir eine stattliche Anzahl an Jahren zusammenbringen.

Auf ca. 24 Jahre berechnet man die Schlafenszeit eines normalen Lebens. Wir brauchen den Schlaf zur Erholung und Verarbeitung unserer Tageserlebnisse.

Schlimm wird es, wenn er uns fehlt. Hat nicht fast jeder von uns schon einmal unter Schlafproblemen gelitten, sei es beim Einschlafen oder man wacht nachts auf und findet keinen Schlaf mehr?

Wirklich schlimm wird es, wenn es gehäuft vorkommt und die tägliche Leistung darunter leidet. Wir werden gereizt und unkonzentriert und das steigert sich mit jeder schlaflosen Nacht.

In der westlichen Medizin gibt es eine Vielzahl von Mitteln. Es beginnt mit pflanzlichen
Arzneimitteln wie Baldrian, Hopfen und Johanniskraut. Gerade für nervöse Menschen sind das gute Einschlafhilfen.

Doch so manche Menschen greifen schon zu chemischen Hilfsmitteln, die oft eine Abhängigkeit
schaffen.

Wer mit dem Schlafen Probleme hat und das nicht nur vorübergehend, sollte sich zuerst einmal ärztlich checken lassen, da Schlafprobleme oft Symptom einer anderen Krankheit sind. Heutzutage
gibt es vielerlei Hilfe auf der Suche nach Ursache und Behandlung.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Schlafprobleme als Hinweis auf weitere Disharmonien gesehen.

Man unterscheidet zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen und ob der Schlaf durch zu heftiges Träumen z. B. gestört und unruhig wird.

In der Yin-Yang-Betrachtung der Traditionellen Chinesischen Medizin hängt der Schlaf vom Zustand des Blutes und des Yin ab, welche als Behausung des Geistes gelten. Grob übersetzt könnte man sagen, dass in einer schwachen Materie der Geist keine Ruhe findet und wandert.

Die
Nacht, die ebenfalls als yin-betont betrachtet wird, unterstützt diese Disharmonie.

Aus dieser Sicht können Einschlafprobleme mit dem Herz-Blut zusammenhängen, bei Nieren-Yin-Mangel kann es zu
Durchschlafstörungen kommen.

Ein unruhiger, traumreicher Schlaf kann mit Leber- ode Herzfeuer zusammenhängen.

Wacht man früh am Morgen auf um dann wieder einzuschlafen, kann es sich um eine Schwäche der Gallenblase handeln.

Ein vermehrtes Schlafbedürfnis kann ebenfalls Hinweis auf eine Disharmonie darstellen. Wer z. B. nach einer Mahlzeit unter Müdigkeit leidet, könnte an einem Milz-Qi-Mangel leiden.

Das vermehrte Schlafbedürfnis oder die Schlaflosigkeit muss immer im Zusammenhang mit dem ganzen Menschen gesehen werden.

Schliesslich macht ein Symptom noch keine Diagnose.