Selbstmedikation von Wallwurz

Der Wallwurz
ist einer unserer wertvollsten Heilkräuter. Der Volksmund kennt viele
Namen für ihn, wie Beinwell, Waldwurz, Schadheilwurzel oder Comfrey.
Sein wissenschaftlicher Name ist Symphytum officinale L.

 

Welche Heilwirkung hat der Wallwurz?

Sein Name weißt schon darauf hin. Wallen bedeutet zusammenwachsen. Das
ist seine zentrale Wirkung. Er wird als Heilmittel für gebrochene
Knochen und bei Gewebeverletzungen verwendet.

Die Pflanze träge die Signatur des Planeten Saturn. Dieser steht für
die zusammenfügenden, festhaltenden und verhärtende Kräfte.
Angeschnittene Wurzeln wachsen im Boden wieder zusammen, was
gleichfalls auf eine zusammenfügende Kraft der Pflanze hinweist.

Der Arzt und Astrologe Nicholas Culepepper schrieb im 17.
Jahrundert: “Dies ist eine Pflanze des Saturn, sie steht unter dem
Zeichen des Steinbocks, kalt, trocken und erdig in ihrer Qualität.”

Welche Erkrankungen kann ich mit ihm kurieren?

Aufgrund seiner wundheilungsfördernden Kraft heilt er
Gewebeverletzungen wie Prellungen, Zerrungen, Blutergüsse, Quetschungen
und Verstauchungen.

Er regt das Gewebe zur Neubildung an. Somit fördert er die Kallusbildung bei Knochenbrüchen

Das entzündungshemmende Allantoin, in der Wallwurzwurzel fördert die
Durchblutung und erhöht in der Wunde die Zahl der weissen
Blutkörperchen. Somit hilft er bei schlecht heilenden Wunden und
Geschwüren, Venenleiden, Thrombosen und Nervenschmerzen.

Seine kühlende Wirkung lässt ihn auch ein gutes entzündungshemmendes
Mittel bei Knochenhautreizungen, Gelenkentzündungen, Gichtknoten,
Sehenscheidenentzündungen und Arthritis sein.

Er hilft bei geschwollenen Beinen und Arthritis und  bringt die Gelenke wieder in Schwung.

Welche Teile der Pflanze werden verwendet?

Wer Wallwurz im Garten angepflanzt hat und die Pflanzenteile
verwenden will, sollte sich zum Einen genau absichern, dass es sich um
die richtige Pflanze handelt. Zum anderen sollte er sich genau über die
Verarbeitung informieren. Wer wenig über den Wallwurz weiss oder
unsicher ist, sollte nicht scheuen einen weiteren Rat einzuholen.

Die Wallwurzwurzel – Radix Consolidae oder Radix Symphyti. und die Wallwurzblätter – Folia Symphyti. werden verwendet.

Beinwell läßt sich auch trocknen – z. B. im Schatten auf einem mit
Küchenkrepp ausgelegten Tablett. Die Blätter und Wurzeln sollten an
einem kühlen, luftigen, dunklen Ort aufbewahrt werden. Da ihre
Wirksamkeit bei längerer Lagerung nachlässt, sollten sie nicht länger
als ein Jahr aufbewahrt werden.

Wie wende ich ihn an?

Der Wallwurz wird in erster Linie äusserlich angewendet. 

Bei Unfall- und Sportverletzungen bieten sich eine Vielzahl von Salben an, die in Apotheken z. B. erhältlich sind. 

Aus der mit heissem Wasser übergossenen, gemahlenen Wurzel lässt sich eine Umschlagpaste herstellen.

100 Gramm der Wurzel klein hacken und mit 250 ml Wasser kochen. Mit
dieser Flüssigkeit werden Gazeverbände getränkt und auf die Wunde
gelegt.
Aus der Wurzel lässt sich eine Tinktur zur äusserlichen Anwendung als Umschlag herstellen.

Abkochungen 1:10 (1 TL = ca. 4g) unterstützen als Mund
und-Gurgelwasser die Heilung bei Paradontose, Pharingitis
(Rachenentzündung) und Angina.

Als Beinwell-Wundwasser ist er ein sehr nützliches Heilwasser zur
Behandlung kleiner Wunden und Schrammen sowie bei Sonnenbrand.

Man
zerpflückt 2 Tl frische Blätter klein und überbrüht sie mit kochendem
Wasser und lässt sie 10 Minuten ziehen.

Dann werden sie abgegossen und man lässt sie auf Raumtemperatur
abkkühlen. Man tränkt dann ein kleines Stück  Mull oder einen
Wattebausch und tupft damit auf die Wunde.

Konsultieren Sie zusätzlich immer den Naturheilpraktiker oder Arzt.