Stress am Limit: Burnout

Jeder der im Berufsleben steht, kennt nicht nur das Wort, er weiss was Stress bedeutet. Sollte man nicht meinen, dass die neuen Technologien, Arbeitsgänge einsparen, Arbeitsweisen vereinfachen?

Die Kehrseite der neuen Technologien ist aber auch, dass sie scheinbar unsere Welt beschleunigen.

Während Mitteilungen und Informationsfluss ob betriebsintern oder extern früher im Minuten- oder Stundentakt gezählt wurden, können wir mit Hilfe des Computers über E-mail und VoIP in Sekundenschnelle Infos weiterleiten.
Jedoch sind wir aber auch gezwungen in Sekundenschnelle zu handeln, Entscheidungen zu fällen, die wie eh und je gut durchdacht sein müssen.

Tdw-Sonnenblumen  (3)

Mit Handys sind wir Allzeit bereit, erreichbar und einsatzbereit.

Wir schicken eine Mail an den Kollegen, statt ins andere Zimmer zu gehen.

Wer zu Hause arbeitet, kommuniziert nur übers Net. Alles wird anonymer, menschliche Kommunikation fehlt und unsere Beschäftigung wird zu blanker Arbeit.

Ein Computer gibt kein aufmunterndes Wort, wenn es mal nicht so klappt und er lobt auch nicht.

Die ständige Einsatzbereitschaft und die Anonymität des Arbeitsplatzes sind belastend und begünstigen Burnout-Symptome.

In einer Arbeitswelt, in der Karrieredenken gefragt ist, in der Mobbing und Ellbogen-Denken keine Seltenheit ist, fehlen immer mehr menschliche Nischen.

Dies alles begünstigt das Burnout-Syndrom

Auch wenn der Motor der Konjunktur brummt und die Arbeitslosenzahlen auf dem Rückweg sind, suchen immer mehr Beschäftigte Hilfe.

Die Wartezimmer von Psychiatern sind voll, immer öfter spricht man vom Burnout-Syndrom.

Auf dem ersten Blick scheint dies unverständlich, doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt uns, dass die heute Arbeitswelt fordert, ohne daran zu denken, dass Menschen nicht unbegrenzt einsatzbereit sind.

Wer es dennoch versucht, landet oftmals beim Burnout-Syndrom.