Warum Licht den Migräne Kopfschmerz verschlimmert

Selbst blinde Menschen können unter Migräne leiden. Nun haben Forscher entdeckt, warum Helligkeit den Migräneschmerz verstärkt. Migräne ist ein gefürchteter Kopfschmerz. Er gilt als schwer therapierbar auch, weil die Ursachen vielseitig sind. Eine Ursache, bzw. Schmerzverstärker ist auch Licht.
Amerikanische Forscher glauben nun eine Erklärung gefunden zu haben, warum die Schmerzen von Migränepatienten durch Licht verschlimmert werden.

Im Fachblatt Nature Neuroscience veröffentlichten die Wissenschaftler ihre Ergebnisse.

Bei Laboruntersuchungen mit Ratten wurde eine bisher unbekannte Verbindung entdeckt.

Die Verbindung besteht zwischen bestimmten lichtempfindlichen Zellen im Auge und Gehirnzellen, die für die Wahrnehmung und Weiterleitung von Schmerzen verantwortlich sind.

In der Netzhaut des Auges befinden sich Zellen, die über lange Nervenfasern mit dem Thalamus verbunden sind, genau mit jenen Nervenzellen, die Schmerzsignale bei Migräneattacken empfangen und weiterleiten.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die Lichtreize die Aktivität der Nervenzellen verstärken.

Das amerikanische Forscherteam um Rami Burstein stellten fest, dass auch manche Blinde, die an Migräne leiden Licht meiden.

Obwohl sie das Licht nicht sahen, mieden sie die unbewusst wahr genommenen Lichtreize.

Oft war trotz Erblindung der Schlaf-Wachrhythmus, der über wechselnde Tag und Nacht Lichtverhältnisse gesteuert wird noch intakt und die Pupillen reagierten auf Lichtveränderungen.

Anders blinde Migränepatienten, denen das gesamte Auge oder der Sehnerv fehlt. Hier wurde die Migräne nicht durch Licht verschlimmert.