Was sagt der Doktor aus dem Web?

Medizinischer Rat wird sich immer häufiger aus dem Internet geholt. Handelt es sich dabei um eine gefährliche Entwicklung? Sind ängstliche Patienten besonders betroffen?

Ein akuter Schwindel und Übelkeit, ein unerklärlicher Schmerz oder plötzliches Herzrasen tritt ein.

Wo einst zum Telefon gegriffen wurde, greifen viele heute in die Tasten des Computers.

Statt den Hausarzt zu informieren, wenden sie sich an die Suchmaschinen im Internet.

Nach der Eingabe der Symptome, hat der betreffende die Auswahl zwischen medizinischen Stammtischen und Diagnose-Foren.

Zahlreiche Krankenberichte reihen sich aneinander, die von einer Warnung und einem Verdacht bis zu einer fatalen Diagnose reichen können.
 
Im nächsten Schritt landen die Anfragen dann auch öfter in Sprechzimmern hiesiger Ärzte.

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass man sich vorab bei Beschwerden im Internet informiert.

Gefährdet sind sensible, ängstliche Patienten, die dadurch verunsichert werden und sich noch mehr Sorgen machen.

Das liegt daran, dass sich häufig nur Negativ-Beispiele im Net finden.

Bestes Beispiel ist eine Anfrage nach einer Krebsbehandlung.

Geheilte Menschen äussern sich selten in Foren und so wird man in den Suchergebnissen oftmals fast nur die Negativ-Perspektive finden.

Positiv dagegen ist der Aufklärungswunsch von Patienten zu sehen, ebenso wie die aktuelle Darstellung von medizinischen Entwicklungen im Internet.

Da keine Diagnose ohne Untersuchung gestellt werden kann, sollten sich betroffene mit ihren Beschwerden und ihren Fragen zuletzt an einen Arzt oder Therapeuten ihres Vertrauens wenden. Auch wenn man Superfood Produkte wie Maca oder Acai zu sich nimmt.