Was sind Schlafrituale?

Wenn auch die Frage „Warum schlafen wir?“ von Wissenschaftlern noch nicht vollständig beantwortet werden konnte, sind wir uns bewusst, dass wir ihn brauchen. Wer an Schlafstörungen leidet, schlecht einschläft oder in der Nacht immer wieder aufwacht, und trotzdem tagsüber fit sein muss, der weiss um die Wichtigkeit des Schlafs. Sind Schlafgewohnheiten individuell?Schlafgewohnheiten sind etwas sehr individuelles. Wir kennen die Frühaufsteher, die abends bald müde werden und morgens bald aufstehen.

Und da sind die Nachtmenschen, die die Abende geniessen, sich aber morgens schwer tun, aus dem Bett zu kommen.

Es gibt Menschen, die brauchen mehr Schlaf und Menschen die brauchen weniger.

Durchschnittlich sind für einen Erwachsenen 6 – 7 Stunden normal. Schlafforscher bezeichnen aber eine nächtliche Schlafmenge zwischen 4 – 12 Stunden als normaler Bereich. Immer wieder aber gibt es Zeiten, in denen wir schlecht schlafen.

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Es gibt äussere Einflüsse, wir ziehen beispielsweise um und müssen uns an andere nächtliche Geräusche gewöhnen.

Nachwuchs hat sich eingestellt und raubt uns so manche Stunde. Auch tagsüber Erlebtes beeinflusst uns und lässt und schlecht schlafen.

Bei verschiedenen Krankheiten, die mit Schmerzen oder vermehrtem Harndrang verbunden sind, ist auch der Schlaf gestört.

Bei Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Schildrüsenerkrankungen zählt die Schlafstörung als eines der Symptome.

Gibt es zuviel Schlaf?

Es gibt auch bestimmte Schlafkrankheiten, die uns nicht schlafen oder zuviel schlafen lassen wie die Schlaf-Apnoe, das Restless-Legs-Syndrom oder die Narkolepsie.

Wer längere Zeit unter Schlafstörungen leidet, der schlecht einschläft oder nachts immer wieder aufwacht, sollte einen Arzt konsultieren, denn es kann Hinweis auf eine Erkrankung sein.

Auch in der traditionellen chinesischen Medizin sind Schlafstörungen ein wichtiger Hinweis um eine Disharmonie aufzudecken. Allgemein wird gesagt, dass bei Menschen, die schlecht schlafen, der menschliche Geist keine Ruhe im Körper findet.

Das ist uns allen bekannt, das uns so manche Gedanken nachts wach halten oder nicht einschlafen lassen. Auch wenn wir das Licht löschen, bleiben wir wach, die Gedanken kreisen um Probleme in der Arbeit, Sorgen oder auch Pläne.

Kann man sich Schlafrituale angewöhnen?

Ähnlich wie viele Eltern ihren Kindern ein Einschlafritual angewöhnen, sollten auch sie sich ein Ritual angewöhnen.

Eltern lesen ihren Kindern oft vor dem Einschlafen eine Geschichte vor, singen ihnen ein Lied oder lassen eine Einschlaf-CD laufen.

Das Kind weiss, es ist Zeit zu schlafen und die beruhigenden Worte oder die sanfte Musik beruhigt das Kind und lässt es einschlafen.

Gerade wer Einschlafprobleme hat, sollte sich ein Ritual angewöhnen.

Fragen Sie doch einmal in ihrem Bekanntenkreis, sie werden staunen, dass so jeder seine Gewohnheiten hat, von denen er überzeugt ist, dass er gerade deshalb besser einschläft.

Da drehen Hundebesitzer noch mal eine letzte Runde mit ihrem Hund, oder man nimmt sich eine leichte Bettlektüre mit ins Bett.

Diese Rituale helfen uns, dass wir schon vor dem Schlafen zur Ruhe zu kommen und unsere Gedanken ordnen.

Vielen hilft auch, wenn sie ihren Tag noch einmal in Gedanken passieren lassen, sortieren um dann nach einer entspannten Nacht ausgeruht den neuen Tag zu beginnen.