Westliche Kräuter in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Wir nutzen Himalaya-Salze und Aloe aus Südamerika. Chinesische Kräuter werden in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)
genutzt. Nun wollen immer mehr westliche TCM-Therapeuten auch mit
westlichen Kräutern behandeln. Diese Forschungen befinden sich aber
erst am Anfang und viele Erfahrungen müssen noch gesammelt werden.

Warum sollte das etwas Besonderes sein?

In der chinesischen Phytotherapie werden die Kräuter nach ihrer
Energetik betrachtet und eingesetzt.

Das bedeutet z. B. dass eine
Pflanze kühlend auf den Verdauungsbereich wirkt oder wärmend auf den
Unterleib. Die westlichen Kräuter werden auf ihre Wirkstoffe hin
analysiert.

Grippe ist nicht gleich Grippe?

Z. B. ist Grippe für einen TCM-Therapeuten nicht gleich Grippe. Handelt
es sich um ein so genanntes  Kälte-Muster, wird der Patienten
vermutlich frieren, die Muskeln schmerzen und er hat weisslichen
Ausfluss aus der Nase.

Hat er aber Hitze-Symptome, so hat er vermutlich
erhöhte Temperatur oder sogar Fieber, einen dicklichen Ausfluss, wenn
nicht sogar eine verstopfte Nase. 

Entsprechend der Disharmonie des ganzen Menschen werden dann die Kräuter zusammengestellt.

Westliche Kräuter müssen erst aus der TCM-Perspektive betrachtet werden?

Die Arzneikräuter mussten zuerst eingestuft werden, um sie
entsprechend  anwenden zu können, das alte europäische Wissen um die
Kräuterwirkungen verbunden werden mit dem Wissen um Energetik,
Physiologie und Pathophysiologie der Traditionellen Chinesischen
Medizin.

Europäer vertragen besser europäische Kräuter?

In den Behandlungen mit chinesischen Arzneimitteln hat man
festgestellt, dass diese auf Europäer eine viel stärkere Wirkung haben
wie auf Chinesen. Das legt nahe, dass ein Europäer, die Heilkräuter die in „seiner Heimat“ wachsen, vermutlich  besser verträgt.

Darüber gibt es (soweit mir bekannt) keine Studien aber viele
Therapeuten bemerkten diese Wirkungen. Das soll aber nicht bedeuten,
dass man nicht auch andere Heilmittel aus anderen Kontinenten
ausprobieren oder nutzen soll, wenn sie einem gut tun. Aber das ist ein
anderes Thema.

Welche Vorteile bringt es, unsere Kräuter in der TCM zu nutzen?

Kräuter aus China zu importieren ist oft aufwendig, müssen doch Zoll-
und Frachtbestimmungen eingehalten werden. Durch den Transport leidet
oft die Qualität der Kräuter. Auch der Kostenfaktor spielt eine Rolle.
Auch wenn es einem seine Gesundheit wert sein sollte, zögern doch auch
viele Menschen.

Westliche Kräuter in der TCM wären eine Alternative?

Es gibt auch kritische Stimmen, die der Meinung sind, dass, wer
traditionell chinesisch behandelt auch chinesische Arzneimittel
anwenden sollte.

Es bleibt letztendlich doch dem Behandler und dem
Patienten überlassen. Durch die Einführung der westlichen Kräuter haben
wir die Alternative.

Jeder Kontinent birgt einen Reichtum an Kräutern, so auch Europa.
Unsere heimischen (europäischen) Pflanzen, angefangen von Brennessel
über Fenchel bis zum Thymian und Vogelmiere decken mit ihren
energetischen Heilwirkungen das Spektrum der Disharmonien ab.

Wie sagte schon Paracelsus: „Jedem Leiden ist auch ein Kraut gewachsen“.