Brauchen wir Functional Food?

Hat uns die Functional-Food-Welle erreicht? Was ist das? Reicht natürliche Ernährung nicht aus?

Eine neue Welle hat uns erreicht. Nach Light-Produkten und biologischen Nahrungsmitteln tummeln sich immer mehr Functional Food im Supermarktregal oder im Kühlfach. Laut der Werbung haben sie eine gesundheitsfördernde bzw. -erhaltende Wirkung.

Was ist Functional Food?

Diese Wirkung wird mit Zusatzstoffe erreicht, die den Nahrungsmitteln zugeführt werden.

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Damit wird der Nährwert erhöht und dadurch die Gesundheit und das Wohlbefinden erhöht. Functional Food soll auch der Vorbeugung bestimmter Erkrankungen wie Krebs dienen.

Zugefügt werden sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe oder Bakterien.

Es gehören auch Nahrungsmittel dazu, denen Stoffe, beispielsweise Allergene entnommen wurden. Functional Food ist nicht zu verwechseln mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Was versprechen Hersteller von Functional Food?

Die verschiedenen Functional Food, wie angereicherte Milchprodukte oder Fischöl in Eiern versprechen beispielsweise eine Stärkung der Darmflora, eine Senkung des Cholesterinspiegels oder den Erhalt der Knochenmasse.

Wichtig ist zwischen Werbeversprechen und wissenschaftlichen Belegen zu unterscheiden.

Brauchen wir Functional Food?

Die Diskussion über Functional Food ist im vollen Gange und die Meinungen sehr unterschiedlich.

Zum einen wird darüber diskutiert, ob die einzeln zugefügte Substanz auch die gewünschte Wirkung auslöst und zu einer Verbesserung führt.

Wer sich ausgewogen und vielseitig ernährt, könnte ohne Functional Food auskommen.

Was aber ist in stressigen Zeiten, wenn berufsbedingt unregelmässig gegessen wird?

Hinzu kommen bestimmte Personengruppen wie ältere Menschen oder Kranke, die einen erhöhten Nährstoffbedarf haben, denen vielleicht Functional Food zu Gute käme.

Die Diskussion über Functional Food könnte sich darauf reduzieren, für wen sich Functional Food besonders eignet.