Der Kaffee nach dem Essen

Viele halten es für eine Gewohnheit, wenn sie nach dem Essen eine Tasse Kaffee trinken. Vielleicht ist es mehr.


Trinken Sie auch Ihre Tasse Kaffee nach dem Essen?

Viele Menschen brauchen ihren Espresso nach dem Essen. Es ist für sie das Abschlussritual des Essens. Nun haben Forscher entdeckt, dass sie damit instinktiv das Richtige tun, denn die Tasse Kaffee schützt vor Cholesterin-Schäden.

Wie wurde das herausgefunden?

In Versuchen wurden Kaninchen mit fettreichem Futter gefüttert und ihnen Koffein ins tägliche Trinkwasser gegeben. Nach 12 Wochen zeigten sich weniger Ablagerungen und Schäden im Gehirn der Tiere als angenommen. Die Forscher der University of North Dakota in Grand Forks glauben, dass  Koffein beim Menschen ähnliche Wirkungen hat.

Wie schädigt Cholesterin und wie schützt das Koffein?
Durch Ablagerungen schädigt Cholesterin z. B. die arteriellen Gefässwände und wird auch mit einer Schädigung der Blut-Hirn-Schranke in Verbindung gebracht. Die Blut-Hirn-Schranke sorgt dafür, dass gefährliche Stoffe nicht in das Gehirn eindringen können.

So genannte Tight-Junction-Proteine sorgen in den Blutgefässen für eine hohe Abdichtung. Werden Sie durch Cholesterin beschädigt, dann werden sie durchlässiger und können nicht mehr für eine sichere Abdichtung sorgen. Dadurch können Schadstoffe ins Gehirn eindringen.

Das Koffein wiederum schützt die Blut-Hirn-Schranke und trägt dazu bei, das Gehirn vor gefährlichen Substanzen zu schützen.  Die Forscher sind den positiven Auswirkungen des Kaffees auf der Spur und beginnen die Wirkweise des Koffeins besser zu verstehen.

Kaffee gegen Parkinson und Alzheimer?

Durch Studien konnte bereits bewiesen werden, dass Kaffee, neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson mindern kann. Das Forscherteam vermutet, dass eine löchrige Blut-Hirn-Schranke Alzheimer begünstigt und der Kaffee ein wirksames Gegenmittel sein könnte.

Um das genau herauszufinden werden die Forschungen der Wirkweise von Kaffee im Gehirn fortgesetzt um Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen zu erweitern.