Kennen Sie die Allergie-Irrtümer?

Immer mehr Menschen werden von Allergien geplagt und unser Immunsystem rebelliert scheinbar immer öfter gegen verschiedene Stoffe.

Doch, deuten Jucken oder Schnupfen gleich auf eine Allergie?

Wichtig zu wissen ist, dass man Allergien zuerst einmal nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Allergien müssen abgeklärt werden. Viele Informationen, die über Allergien kursieren, verleiten zu falschen Verhalten. Hier ein paar Tipps:

Käseunverträglichkeit – es liegt nicht immer an der Milch

Es gibt Menschen, die keine Milch vertragen. Besonders in Asien ist die Milchunverträglichkeit weit verbreitet. Auch bei uns gibt es Menschen, die keine Milch bzw. Milchprodukte vertragen.

Wer auf einzelne Milchprodukte allergisch reagiert, sollte jedoch wie beim Käse daran denken, dass es auch an anderen Zutaten liegen kann.

Gerade beim Käse wird oft übersehen, dass auch Schimmelpilz-Enzyme häufige Allergieauslöser sind.

Vorsicht bei Allergien gegen Insektengifte

Der Stich einer Biene kann für Menschen, die allergisch auf das Bienengift reagieren, tödlich sein, wenn beispielsweise die Atemwege zuschwellen.

Auch andere Insektengifte sind nicht zu unterschätzen. Wer allergisch auf Insektengifte reagiert, sollte vor allem im Sommer immer ein Notfall-Set bei sich tragen oder eine Hypersensibilisierung in Betracht ziehen.

Ist Niesen im Frühjahr immer ein Hinweis auf einen Heuschnupfen?

Der so genannte Heuschnupfen ist weit verbreitet. Beginnen im Frühjahr Gräser und andere Pflanzen zu blühen, denkt man zuerst an eine Heuschnupfenallergie.

Manchmal stecken Schimmelpilzallergien dahinter, die auch verstärkt zwischen Mai und September auftreten. Ähnlich ist es mit Quaddeln und anderen Hautreaktionen, die oft durch Reize wie Kälte, Wärme oder auch Licht entstehen.

Allergien werden nicht vererbt

Bei Allergien reagiert das Immunsystem über. Eine Disposition, also eine Neigung zu Allergien kann zwar vererbt werden, aber ein Heuschnupfen beispielsweise oder eine Hausstauballergie kann nicht vererbt werden.

Sind die Eltern Allergiker, so muss mit einem erhöhten Allergierisiko bei Kindern gerechnet werden.

Bekommen nur Kinder Allergien?

Die Annahme ist längst überholt. Allergien können, wie man heute weiss, in jedem Alter entstehen, wenn das Immunsystem überschiesst.

Ein Allergietest bringt Klarheit, ob Überreaktionen auf eine Reizung oder eine Allergie zurück zu führen sind. Denn nur dann können wirksame oder lindernde Massnahmen in Betracht gezogen werden.