Können Umweltgifte Allergien erhöhen?

Erhöhen die Umweltbelastungen Allergien? Der Frühling bahnt sich langsam seinen Weg und damit fliegen auch wieder die Pollen durch die Luft zum Leidwesen vieler Allergiker. Jedes Jahr erhöht sich die Zahl der Menschen, die von Allergien wie Heuschnupfen geplagt sind.

Doch auch andere Allergien machen sich breit und die machen vielen Menschen das Leben Tag für Tag schwer.

Die Rede ist von Substanzen, die in ganz normalen Alltagsprodukten stecken. Dabei handelt es sich beispielsweise um Duftstoffe in Kosmetika und Waschmitteln, Farbstoffe und Konservierungsmitteln in Lebensmitteln oder Epoxidharz in Fliesenklebern. Sie machen besonders Menschen zu schaffen, die sensibel sind oder zu Allergien neigen.

Die Substanzen sind überall, in der Wohnung oder am Arbeitsplatz und selbst in Euro-Münzen findet man sie. Die Kontaktallergien, die sich als Rötung oder juckende Hausausschläge zeigen, sind sehr belastend.

Woher kommt die Zunahme an Allergien?

Wissenschaftler des Max-Planck-Instututes Maniz bestätigen nun, dass Umweltbelastungen dazu beitragen, dass immer mehr Menschen Allergien bekommen.

Die Forscher erklären dass mit sehr aggressiven Sauerstoffverbindungen in unserer Atmosphäre, die nicht neuralisiert werden. Sie reagieren mit anderen Verbindungen und setzen sich auch auf der Oberfläche von Pollen  beispielsweise ab.

Dadurch werden bestimmte Eiweisse verändert, die die Pollen allergieauslösender machen als sie herkömmlich sind. Überschiessende Reaktionen des Immunsystems, die berüchtigten Allergieanfälle, sind die Folge.

Die Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes wollen nun genau untersuchen, wie genau die veränderten Eiweisse sich auf das menschliche Immunsystem auswirken und welche neuen Behandlungsformen es für Allergien in Zukunft geben kann.