Ausgebrannt, aber nicht für immer. Warum?

Das von Psychologen und Ärzten häufig als Erschöpfungssyndrom oder Müdigkeit betitelte Burnout- Syndrom, muss nicht die Endstation sein.
Das Burnout Syndrom, welches Kraftlosigkeit und ständige Erschöpfung unter anhaltendem psychischem Druck beinhaltet, gehört zu den aufsteigenden Krankheiten in der Berufswelt voller Stress und Vorschriften.

Der „ausgebrannte Mensch“, wie ein Betroffener aufgrund der englischsprachigen Herkunft des Begriffs „Burnout“ genannt wird, hat, so könnte „ausgebrannt“ suggerieren, keine Chance auf eine Erholung oder gar Heilung.

tdw-coaching-2

Was kommt zum Burnout noch dazu?

Mehr als die Hälfte der am Burnout-Syndrom Erkrankten leidet zusätzlich unter Depressionen, jedoch unterscheidet man zwischen rein depressiven Menschen und denen, die aufgrund von Erschöpfungserscheinungen in ein psychisches Loch fallen.

Bei letzterer Gruppe führen die Symptome nicht zu Selbstmordgedanken, Appetitlosigkeit oder einer typisch depressiven Verzerrung der Gedanken.

Bei denen man sich selbst als Schuldigen aller Probleme wahrnimmt, sondern sie führen zu ausgeprägter Frustration, bei welcher äussere Umstände als Ursache des eingetretenen Zustands angegeben werden.

Was ist zu tun?

Das gestörte Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden, weshalb eine Therapie unumgänglich ist.

Allerdings ist das Burnout-Syndrom psychologisch nicht konkret klassifizierbar, weshalb man es in verschiedene Unterkategorien einteilt wird, damit gezielt gegen die Auslöser und die Tiefe der Problematik vorgegangen werden kann.

In einer Verhaltenstherapie erlernt der Patient anhand nachgestellter Alltagssituationen Techniken und Strategien zur Krankheitsbewältigung, um mit zukünftigen Belastungen angemessen umgehen zu können.

Auch Gruppentherapien sind sinnvoll, in welchen sich über geglückte oder missglückte Veränderungsversuche ausgetauscht werden kann.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Einzeltherapie in Kombination mit der medikamentösen Unterstützung von Antidepressiva.

Die Behandlungsdauer kann stark schwanken und ist vom Grad der Erschöpfung sowie der Persönlichkeit des Patienten abhängig.