Kennen Sie die 5 Wandlungsphasen, welche Ihr Leben bestimmen? Teil 2

Die 5 Phasen: Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser oder Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst und Winter.

Lassen Sie doch einmal Ihre Phantasie spielen!

Was verbinden sie mit Frühling, mit Holz? Wie würden Sie den Frühling darstellen?
Denken Sie mal an die Natur, was passiert im Frühling?

Gan – Dan   Die Phase des Holzes, des Frühlings

Es entsteht. Es keimt. Die Natur will zu neuen Taten schreiten.Aufbruch, Wachstum, Träume und Pläne, das ist bezeichnend für diese Phase. Aktivität, die im Wachstum begriffen ist (Das kleine Yang, das
aus dem „noch“ grossen Yin entstanden ist)
Das sind die Kinder, die scheinbar voller Aktivität nie müde werden, die planen und spielen ohne Ende.

Dieser Phase wird die Farbe grün zugeordnet, das Wachsen und Pulsieren. Als Sinnesorgan ordnet man das Auge zu.

Die Vielzahl an Farben, die im Grau des vergehenden Winter zu schimmern beginnen.

Krankheit  wird als Disharmonie gesehen. Die Energie (Qi) kann nicht
fliessen, sei es aus einer Schwäche heraus oder weil es blockiert ist.

Muskelerkrankungen, Spasmen, Blockaden des Blutstroms, Erkrankungen der Leber und der Augen werden dieser Phase zugeschrieben

Was verbinden sie mit Sommer, mit Feuer? Wie würden Sie den Sommer darstellen?
Denken Sie mal an die Natur, was passiert im Sommer?

Das Wachstum geht in die dynamischte Phase über. Feuer, der höchste Punkt des Yang, der Aktivität.

Eine Phase, in der Materialität unwichtig ist, das Geistige dominiert.

Dieser Phase wird die Farbe rot zugeordnet.

In der Medizin werden z. B. Herz-Disharmonien und Geisteskrankheiten mit dieser Phase verbunden. 

Das Materielle (Yin) ist in dieser Phase kleiner als der geistige Aspekt (Yang).
Ist das Gleichgewicht nicht mehr ausgewogen, wird der Geist zu zügellos, entgleist er.

Was verbinden sie mit Spätsommer, mit Erde? Wie würden Sie die Mutter Erde darstellen?
Denken Sie mal an die Natur, was passiert im Spätsommer?

Spürbar wird es kühler, der Gipfel der Aktivität nimmt ab, das Yang wird kleiner. Es entsteht eine Einwärtsbewegung.

Das Obst wird reif und macht uns satt. Materie nimmt zu und der Geist wird ruhiger.
Diese Phase steht auch für Balance und Neutralität.

Die Wandlungsphase Erde wird auch als Mitte gesehen oder als Puffer zwischen den anderen Phasen.

Organe, wie die Milz und der Magen, die hier zugeordnet werden, erkranken oft auch mit, wenn andere Organe betroffen sind.
Die Mitte leidet mit.

Was verbinden sie mit Herbst mit Metall? Wie würden Sie den Herbst darstellen?
Denken Sie mal an die Natur, was passiert im Herbst?

Es ist kühl geworden. Wir bleiben lieber im Haus. Wir brauchen Schutz vor der Kälte.
Wir beobachten in der Natur, das die Feuchtigkeit aussen bleibt in Form
von Tau und Nebel. Blumen trocknen ab und Bäume lassen ihre Blätter
fallen.

Die Aktivität ist klein.

Es ist die Zeit des Sammeln und der Einkehr. 
Zu dieser Phase gehört auch die Sehnsucht nach einer Struktur, nach einer Ordnung.

Lungen- und auch Hauterkrankungen werden hier zugeordnet.

Was verbinden sie mit Winter, mit Wasser? Wie würden Sie den Winter darstellen?
Denken Sie mal an die Natur, was passiert im Winter?

Es ist still. Die Natur hat sich zurückgezogen und die Aktivität ist auf dem Minimum. Die Energie pulsiert im Inneren.

Der Samen, das Materielle wird gehütet, damit er im Frühling wieder austreiben kann. Der  Kreislauf hat sich geschlossen.

Zugeordnet Krankheiten sind hier Erkrankungen des Fortpflanzungsapparates, der Blase und der Niere.

Wird versucht, alles zuzuordnen?

Ja, wobei wir es nicht mit einem Schubladen-Denken verwechseln dürfen.

Es sind Anschauungen, den Menschen und seine Erkrankung zu verstehen, von der Natur abgeschaut.

Die Phasen sind einem stetigen Wandel unterworfen?

Dieses Bild dürfen wir uns nicht statisch vorstellen.

Jeder von uns wächst und verändert sich in jedem Augenblick seines Lebens.
Jedes Alter hat andere Wichtigkeiten und Betonungen und auch jeder hat seine eigene Balance.
Doch immer findet diese Veränderung in uns statt.

Leben wir diese Veränderung in Harmonie so geht es uns körperlich, geistig und seelisch gut.

Bringen uns Ereignisse „aus der Bahn“ kommen wir in Disharmonien was
sich in geistigen, seelischen oder körperliche Disharmonien ausdrücken
kann.

War das schon alles?

Über die Wandlungsphasen lassen sich Bücher und Bände füllen. Man kann sie auf alles übertragen.

Es ist nur das Ohr des Eisbären, nur eine kleine Idee der Anwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Was ist wesentlich?

Es geht um die Harmonie in unserem Leben, die wir in der Mitte der scheinbaren Gegensätze finden.

Ohne Yin kein Yang und ohne Yang kein Yin.