Pflanzliche und natürliche Heilmittel bei üblichen Zahn- und Zahnfleischbeschwerden

Obwohl eine guter Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnfleisch durch eine vorbeugenden, ganzheitlichen langfristigen Vorgehensweise erzielt werden kann, sind die Heilkräuter und weitere natürliche Wirkstoffe mit einer gesunden Ernährung wichtig.

Wer gelegentliche Zahn- und Zahnfleischschmerzen oder – Beschwerden hat, dem stehen eine breite Vielfalt an Heilkräutern zur Verfügung, welche die Mundhöhle besänftigen,  den Schmerz lindern und zur Heilung beitragen.

Falls Sie an Zahn- und Zahnfleischbeschwerden leiden, ist es am besten, die allgemeine Mundhygiene zu überprüfen.

Zusätzlich zur täglichen Mundhygiene, kann man mit Hilfe von gezielten pflanzlichen und natürlichen Heilbehandlungen, die für den Mundgeruch und den Mundgeschwür, bis zu den Schmerzen infolge von Zahnarzteingriffen, Zahnfleischerkrankungen, Zahnschmerzen und –Abszessen bestimmt sind einsetzen.

Dabei ist es besonders wichtig, bei der Verwendung von Heilkräutern vorsichtig umzugehen.

Darüber hinaus sind die in manchen Heilkräutern enthaltenen Wirkstoffe bei manchen Gesundheitsproblemen abzuraten.

Es ist also empfehlenswert, insbesondere bei Schwangerschaft oder beim Stillen, bei der Heilbehandlung von Kleinkindern, bei besonderen gesundheitlichen Beschwerden oder der Verabreichung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln, die Heilkräuter vor ihrer Einnahme untersuchen zu lassen und bei Fragen oder im Zweifelsfall einen qualifizierten Zahnmediziner aufzusuchen.

Bei schwerwiegenderen Zahn- und Zahnfleischbeschwerden, ist es angebracht die Hausmittel mit einem Zahnarztbesuch zu verbinden.

Mundgeruch

Neben der guten Mundhygiene, die diese Heilkräuter ermöglichen, ist es auch zur Erzielung einer  angenehmen Atemfrische ratsam, ganze Fenchelsamen, Gewürznelken, ganze Zimtrindstücke, geschälte Kardamomschoten oder Petersilienblätter zu kauen.

Eine Mundspülung, die Rosmarin, verdünnte ätherische Öle aus Anis, Zimt, Fenchel, Pfefferminze oder Teebaum, oder Basilikum-, Schokoladenminze-, Fenchel-, Wacholderbeeren-,  Lavendelblüten-, Petersilien-, Ananassalbeiblüten-, Rosenblüten-, Salbei- oder Thymiantee enthalten, können den Atem erfrischen.

Falls das Mundgeruchproblem weiterbesteht, kann man Chlorophylltabletten oder Nahrungsergänzungsmitteln mit Azidobakterien einnehmen und täglich Petersilien oder Weizengrassaft trinken.

Auch der regelmäßige Verzehr von Äpfeln und Sellerie ist ratsam, weil diese natürliche Atemfrischer sind.

Der Verzehr eines Petersilienstiels oder eines kleine Stücks Zitronenschale können den Atem nach dem Genuss von Knoblauch erfrischen.

Obwohl manche mache Fachtexte von der Einnahme von ätherischen Ölen abraten, vertreten wiederum andere Texte die Ansicht, dass man entweder eine Tasse Pfefferminztee trinken kann oder zwei Tropfen ätherischen Anis-, Fenchel- oder Pfefferminzöl  einem vollen Wasserglas beimengen kann, um dadurch den Atem zu erfrischen.

Mundreizungen

Pflanzliche und natürliche Heilmittel können auch Mundreizungen lindern. Diese werden oftmals von Lebensmittelallergien oder Mangelernährung, insbesondere vom Fehlbestand an Eisen, Vitamin B12 und Folsäure verursacht werden.

Deshalb können Vitamin- und mineralstoffhaltige Nahrungsergänzungsmittel hierzu behilflich sein.

Die innere Einnahme von Azidobakterien und deren Verwendung als Mundspülung kann diese Reizungen lindern.

Weil Mundgeschwüre von der der Zersetzung des Verbindungsgewebes verursacht werden, ist das Heilkraut Gotu Kola, das täglich in Form von Tee eingenommen wird, eine wirksame Maßnahme die zur Heilung des Verbindungsgewebes beiträgt.

Kamillenhaltige Mundspülungen können durch Chemotherapie verursachte Mundreizungen heilen. Weitere beim Mundreizungen angebrachte Spülungen sind der Alaun, Magnesiummilch und aus Ringelblume, Salbei oder Cinchona- Baumrinde erzeugter Tee.

Ebenso kann man ein aus Myrrheharz erzeugtes Puder direkt auf der Wunde auftragen. Die Lakritzwurzel ist ein besonders entzündungshemmendes Gewebeheilmittel und gilt als einer der besten Arzneimittel bei Mundgeschwüren.

Sie können entweder eine Prise Lakritzwurzelpuder direkt auf der Wunde auftragen oder ein Hustenbonbon, das DGL (Deglycyhirrsat der Lakritzwurzel) einnehmen. Aloe Vera kann bei direkter Auftragung ebenso die Mundreizung lindern.

Eine Mundspülung, die Hornkraut, Veilchen oder Zistrose enthält kann ebenso die von Mundreizungen  verursachten Schmerzen lindern.

Man kann Teebaumöl auf den Fieberbläschen zur Heilung direkt auftragen; sobald die Reizung zu brennen beginnt. Eine aus Thymian, Myrrhe und aus Kanadischer Gelbwurzel hergestellte Wundsalbe kann die vom Lippenherpes verursachten Mundreizungen heilen.

Schmerzhaftes und schwindendes Zahnfleisch

Hierfür kann man gewisse ätherische Öle unmittelbar auf dem schmerzhaften Bereich einmassieren. Dazu gehören Teebaumöl, Gewürznelke, Eukalyptus, Nachtkerze, Bohnenkraut und Wintergrün.

Ebenso kann man den Mund mit Fenchel- oder Kamillentee oder einer Mundspülung aus Kanadischer Gelbwurzel, Ringelblume, Salbei oder aufgelösten Teebaumöl ausspülen Aloe Vera der eine natürliche keimabtötende Salbe aus eingeweichten Rotkleeblättern und- Blüten auf dem Zahnfleisch direkt auftragen.

Ein Gemisch aus den ätherischen Ölen der Myrrhe, des Teebaums oder Pfefferminze in Wodka oder Apfelweinessig aufgelöst, kann, bei direkter Auftragung, das Zahnfleisch stärken.

Eine Mischung aus Mansawurzel, Echinaceawurzel, Myrrhetropfen und der Baumrinde der Weißeiche, in Wodka oder Apfelweinessig eingeweicht, kann nach dem Zähneputzen auf dem Zahnfleisch einmassiert werden, um dadurch die Neubildung des schwindenden Zahnfleisches zu fördern.

Bei schwerwiegenden Zahnfleischbeschwerden kann ein  in einer Mullbinde verpacktes Zahnpuder, das Zutaten wie Gelbwurz, Aloe, Weidenrinde, Lakritzwurzel, dem Antioxidationsmittel Vitamin E und Alaunpulver enthält, in den Mundwinkeln über Nacht eingeführt werden, um diese Zahnfleischbeschwerden binnen weniger Monate zu heilen.

Zahnschmerzen

Das Auftragen eines Pulvers aus schwarzer Aubergine und Salz direkt auf dem Zahn wird die Zahnschmerzen lindern.

Die Ausspülen des Mundes mit Wasserstoffperoxid, das Kauen einer Gewürznelke oder sogar das Auftragen einfachen Kochsalzes werden ebenso helfen.

Das Tränken eines Wattebausches mit ätherischen Ölen wie Cayennepfeffer, Gewürznelke, Pfefferminze, Bohnenkraut, Wintergrün oder Hopfentinktur und das anschließende Auftragen auf den Zahn wird die Schmerzen in Notfällen lindern. Weil ein lang anhaltender Zahnschmerz auf tiefgründige Beschwerden hinweist, ist es ratsam den Zahnarzt aufzusuchen.

Mundinfektionen und –Abszesse

Der Knoblauch, ein natürliches Antibiotikum bei Bakterien- und Pilzinfektionen, und ein Verstärker des Immunsystems, trägt zur Heilung von Mundinfektionen bei.

Frisches Knoblauchöl oder rohe Knoblauchzehen sind zwar am wirksamsten, allerdings sind in Reformhäusern geruchlose Knoblauchtabletten erhältlich.

Eine aus Schachtelhalm oder Zaubernuss hergestellte Mundspülung kann Zahn und Zahnfleisch ebenso gut heilen.

Das weit verbreite Löwenzahn, ein Blutreiniger, aber auch Echinacea, in Verbindung mit der Myrrhe und die Lakritzwurkel und Salbe aus Rotkleeblättern und- Blüten können Mundabszesse ebenfalls heilen.

Eine aus Sanikel, einer stark oxidationshemmedes Heilkraut, hergestellte Heil- oder Wundsalbe, kann sogar Wunden heilen.

Es ist ratsam, beim Auftreten einer Mundinfektion oder eines – Abszesses die Verwendung von Hausmitteln mit einem Zahnarztbesuch zu verbinden.

Die Heilung nach einem zahnärztlichen Eingriff

Nach einer Zahnextraktion, einer Zahnfleischoperation oder einem weiteren zahnärztlichen Eingriff kann man auf dem zu behandelnden Bereich das Mark der Annato- Samen auftragen, um die Heilung zu beschleunigen.

Die frischen Knospen der Johanniskraut (auch als Hirtentäschel bekannt) können jede Blutung stillen. Ein Kamillenumschlag kann Schmerzen und Schwellungen lindern.

Eine Mundspülung aus Holunderbeere kann nach Zahnfleischoperationen oder nach der Durchführung einer Wundnaht die richtige Heilung beschleunigen und die Narbenbildung vorbeugen.

Keimabtötende Wundsalbe aus Rotklee oder eine Mundspülung aus Ringelblume oder aus Schafgarbe können den Heilungsvorgang ebenso beschleunigen.

Für weitere Angaben zur Heilung von Zahn- und Zahnfleischbeschwerden, einschließlich Rezepturen von gezielten Heilmitteln, siehe nachstehend aufgeführte Fachverzeichnisse.