Burnout und Neuronen Teil 2

Lassen uns Spiegel-Neuronen Fühlen und Nachahmen? Spiegel-Nervenzellen können sich das, was wir bei einem anderen Menschen beobachten, so einprägen, dass wir es selbst fühlen und daher auch gut nachahmen können. Säuglinge, z. B..  zeigen als erstes kommunikatives Verhalten die Spiegelung der mütterlichen Gesichtsausdrücke und den Klang ihrer Stimme.

Der wechselseitige Signalaustausch zwischen Mutter und Säugling ist sehr bedeutungsvoll für die Entwicklung des Säuglings.

Spiegel-Neuronen sind vermutlich die neurobiologische Grundlage für das Vorbild lernen.

Brauchen wir Kontakte?

Das menschliche Erleben und das Lernen brauchen persönliche Beziehungen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Stressforschung ist, dass gute zwischenmenschliche Beziehungen nicht nur im Gehirn abgebildet und gespeichert werden, sondern dass sie die am besten wirksame und völlig nebenwirkungsfreie ‘Droge’ gegen seelischen und körperlichen Stress darstellen.

In zwischenmenschlichen Beziehungen bewegt sich unser seelisches Erleben und bewahrt sich unsere körperliche Gesundheit.

Überall da, wo sich Quantität und Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen vermindern, erhöht sich das Krankheitsrisiko.

Unser Gehirn bewertet?

Die Erfahrungen in der zwischenmenschlichen Beziehung, die der Mensch von klein auf gemacht hat, werden in seinem Gehirn, in Nervenzell-Netzwerken, gespeichert und bei ähnlichen Situationen wieder abgerufen.

In Sekundenbruchteilen gleicht das Gehirn eine Situation mit gespeicherten Erinnerungen an ähnliche Situationen ab.

Dadurch kommt eine Bewertung der Situation zustande, die sich aus den Erfahrungen ergibt.

Hier kommen wir bei Stress und Schmerzerfahrungen an, die in der heutigen Zeit äusserst aktuell sind.

Ist unser Alltag nicht von Hektik und Stress geprägt?

Zahlreiche Menschen klagen über täglichen Stress am Arbeitsplatz, der sich bis in die Gestaltung des Familienlebens auswirkt.

Stress  in zwischenmenschlichen Beziehungen löst biologische Alarm Reaktionen aus.

Einen „Stressdämpfer mit Langzeitfolgen“ stellen sichere Bindungen des Kindes zu seinen Bezugspersonen dar.

Und auch im Erwachsenenalter schützen zwischenmenschliche Bindungen die biologischen Stresssysteme.

Können seelische Belastungssituationen Schmerzen hervorrufen?

Wenn Menschen unter langandauernden Schmerzerfahrungen leiden, hinterlassen diese eine „Inschrift“ (Engramm) im emotionalen Schmerzgedächtnis, das sich im limbischen System befindet.

Die Schmerzerfahrungen verändern die Aktivitäten von Genen, sodass es zu Veränderungen von Verschaltungen und zum Umbau von Nervenzell-Netzwerken kommt.

Diese „Inschriften“ können für längere Zeit stumm bleiben und eine Art „Winterschlaf“ abhalten, währenddessen keine Beschwerden auftreten.

In seelischen Belastungssituationen können diese jedoch reaktiviert werden und chronische Schmerzen hervorrufen, ohne dass am Ort der Beschwerden ein organischer Befund vorliegt.

Manche Ärzte diagnostizieren: Burnout-Syndrom.

Burnout und Neuronen Teil 1

Burnout und Neuronen Teil 3