Ein Notvorrat – Tipp für Krisenzeiten?

Der Zivilschutz empfiehlt, dass jeder Mensch einen Notvorrat für 90 Tage anlegen sollte, um im Krisenfall eine ausreichende Grundversorgung mit
Lebensmitteln und Trinkwasser zu haben.

Doch in der Realität können wir heutzutage nahezu rund um die Uhr einkaufen. Ein Krisenfall scheint weit weg zu sein und ist nur aus den Medien bekannt.

Doch die Katastrophe in Fukushima hat gezeigt wie schnell es gehen kann, dass ein hochmodernes Land innerhalb nur weniger Tage um Jahrzehnte zurückgeworfen werden kann und die Grundversorgung der Bürger mit Trinkwasser und Lebensmitteln gefährdet ist.

Auch in Deutschland sind zahlreiche Szenarien denkbar wie beispielsweise Hochwasser, Schneestürme oder ein terroristischer Anschlag.

Auch Streiks oder ein schwerer Atomunfall (Super-GAU) sind durchaus realistische Bedrohungen, die eine Notbevorratung nötig machen.

Wie lautet die Empfehlung für den Notvorrat für Lebensmittel und Trinkwasser?

Haltbare und einfach zu bereitende Speisen kommen bei den Nahrungsmitteln in erster Linie in Betracht. Unterschieden wird zwischen Fertiggerichten und Grundnahrungsmitteln.
Im Gegensatz zu den Fertiggerichten müssen die Grundnahrungsmittel noch weiterverarbeitet werden bis daraus ein schmackhaftes Essen wird.

Durch die Dehydrierung (Trocknung/Gefriertrocknung) wird eine lange Haltbarkeit. Spezielle Produkte für Notvorräte sind  ca. 20-25 Jahre haltbar.

Für die Zubereitung benötigt man heisses Wasser. Mittlerweile gibt es Dutzende verschiedenster Produkte jeglicher Geschmackrichtung.

Bei den Fertiggerichten gibt es sowohl fleischhaltige wie auch vegetarische Produkte.

Als Getränkegrundstoffe kommen in erster Linie Tees und Milchpulver in Frage, allen voran jedoch Wasser.

Sehr lange haltbare Lebensmittel sind zudem Müslis und Dosenbrot, sowie Trekking-Kekse (auch Panzerplatten genannt). Neben ihrer enormen Haltbarkeit zeichnen sich alle Lebensmittel durch einen hohen Nähr- und Sättigungswert sowie eine hohen Anteil an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen aus.

Wie sieht es mit Trinkwasser aus?

Es empfiehlt sich auch Aktivkohletabletten in den Notvorrat mit aufzunehmen um an sauberes und keimfreies Trinkwasser zu gelangen, da Wasser unter normalen Bedingungen sehr schnell kippt und damit verkeimt.

Durch die Aktivkohle werden Keime reduziert aber auch Medizin- und Pestizidrückstände mittels Silberionen.

Die Aktivkohletabletten können zur Konservierung von Trinkwasser genutzt werden, welche das Wasser dann für 6 – 9 Monate keimfrei halten. Denkbar ist auch ein Wasserfilter.   

Welche technischen Ausrüstungsgegenstände sind Teil des Notvorrates?

Während einer Krisenzeit ist es nötig, dass man informationstechnisch auf dem Laufenden bleibt und Nachrichten empfangen oder senden kann.

Bei einem längerfristigen Stromausfall funktionieren jedoch weder Fernseher noch Radio. Batteriebetriebene Geräte funktionieren nur über einen begrenzten Zeitraum.

Es ist deshalb empfehlenswert über die Anschaffung eines Solar/Dynamo-Radios nachzudenken, der neben einer Solarzelle zudem über eine Handkurbel verfügt und damit komplett unabhängig von anderen Stromquellen wie z.B. Batterien ist.

Bei manchen Modellen ist noch eine Taschenlampe integriert. Auch ein solares Akkuladegeräte für Handys ist denkbar.

60 Sekunden kurbeln, ermöglichen ca. 20 min. Radiohören oder 2-3 Minuten telefonieren, um beispielsweise einen Notruf abzusetzen. 1 Stunde Sonneneinstrahlung spende Energie für 1 Std. Radiohören.

Wie kann Wasser erhitzt werden?

Zum Wasser erhitzen, sollte an eine Sturmkanne oder eine Feuer-Licht-Ausrüstung gedacht werden.

Bei einer Sturmkanne kann nahezu jegliches brennbares Material wie Äste, Heu und ähnliches verwendet werden und das bei jedem Wetter.

Ihre feuer-Licht-Ausrüstung könnte aus den wichtigsten Utensilien bestehen um ein Feuer zu entfachen und kochen zu können, wie beispielsweise Gaskocher und Gaskartuschen.

Auch Leuchtstäbe, eine Led-Taschenlampe oder ein Magnesiumfeuerzeug kann die Ausrüstung enthalten.

Gibt es auch Komplettpakete für Notfälle?

Sowohl im Technikbereich als auch im Bereich der Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung gibt es praktische Notvorrat Komplettpakete, die alle relevanten Produkte enthalten und somit eine gute Versorgung im Ernstfall garantieren.