Sind Sie Ihrer Atmung auf der Spur?

Dem Atmen wird oft viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wir können auf vieles verzichten, weniger Essen und auch die Flüssigkeitsaufnahme kann auf ein Minimum reduziert werden, nur das Atmen können wir nicht reduzieren. Dennoch schenken wir der Atmung zu wenig Beachtung.

Wer steuert die Atmung?

Die Ein- und Ausatmung wird im Atemzentrum geregelt, dass sich in der Medulla oblongata, dem verlängerten Mark im Gehirn und in der Pons befindet. Es sorgt dafür, dass wir automatisch Luft holen und zwar ca. 15.

Mal pro Minute bei einer normalen Atmung. Je nach Aktivität wird die Atmung durch mehr oder weniger Atemzüge geregelt.

Ab Lunge wird es interessant?

Wir atmen den Atem in die Lunge. Doch dann wird es noch interessanter. Die Atemluft bringt frischen Sauerstoff mit, der in der Lunge vom Blut aufgenommen und bis in die kleinste Zelle weiter gegeben wird. Abgegeben wird hingegen Kohlendioxyd, die gasförmigen Abfallprodukte des Körpers.

Dadurch beeinflusst eine gute Atmung den gesamten menschlichen Organismus, weil er ausreichend mit Sauerstoff versorgt und dadurch angeregt wird. Das Rückenmark mit seinen blutbildenden Organen wird ebenso angeregt wie die Leber und innersekretorische Drüsen beispielsweise.

Durch die mechanische Bewegung bei der Atmung werden zudem die Bauchorgane massiert und damit angeregt.

Die Atmung hat einen vielfältigen, positiven Einfluss auf uns, auch auf psychischer Ebene.

Warum ist bewusstes Atmen so wichtig?

Obgleich die Atmung automatisch geregelt wird, atmen wir oft verkehrt. Denn je tiefer wir atmen, desto besser. Doch zu oft kommt es vor, dass wir zu flach atmen. Wenn wir unruhig oder in Stress sind, verflacht oft die Atmung und auch enge Kleidung kann dazu beitragen, dass wir falsch atmen.

Schaffen Sie einen Ausgleich?

Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie wieder einmal nur flach atmen, dann sollten Sie bewusst ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Es tut schon gut, wenn Sie in einer Pause oder in Ihrer Freizeit sich ruhig hinsetzen und bewusst und entspannt, tief ein- und ausatmen und auch die Atempausen spüren.

Dann spüren Sie auch die beruhigende Wirkung, die richtiges Atmen auf unsere Psyche hat.

Nicht umsonst sind Atemübungen Teil vieler Kulturen, die nicht nur bei physischen Erkrankungen helfen, sondern auch ein Hilfsmittel auf dem Weg zu uns selbst sind.