Misteltherapie für Krebspatienten?

Immer mehr Patienten erhalten neben Strahlen- und Chemotherapie ergänzende komplementärmedizinische Behandlungen. Der Misteltherapie kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, die für Patienten eine
nachweisliche Verbesserung der Lebensqualität hat. Zunehmend suchen Krebspatienten nach Methoden, die Selbstheilungsprozesse fördern.

 

Die Mistel kann bei den meisten Tumoren eingesetzt werden.

Mistelpräparate gehören zu den am häufigsten verschriebenen komplementären Therapien. Schon in der Antike und im Mittelalter wurde die Mistel als Heilpflanze verwendet.

Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer und nistet sich auf verschiedenen Bäumen ein. Mistelextrakte unterscheiden sich daher – je nach Wirtsbaum (z.B. Apfel, Tanne, Kiefer) – in Inhaltsstoffen und
Indikationen.

Ein erstes Arzneimittel stellte Rudolf Steiner 1917 aus der Mistel her – zur Behandlung von Krebs. Seit damals wurde die Misteltherapie kontinuierlich weiterentwickelt und wissenschaftlich erforscht.

Die Mistel ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen und hat ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen.

Die wichtigsten sind dabei die Lektine, die die körpereigene Immunabwehr anregen und die Viscotoxine, die auf Krebszellen zytotoxisch wirken.

Mistelpräparate werden entweder während einer Chemo- oder Strahlentherapie verabreicht, um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten oder in den Behandlungspausen, um die Phasen der Regeneration zu unterstützen.