Lebensmittel – die müssen in den Kochtopf?

Genuss ohne Kochen gibt es für eine ganze Reihe von Lebensmittel. Aber was muss in den Kochtopf?

Bei vielen Gemüsesorten ist es empfehlenswert, weil so Vitamine oder Enzyme u. a. intakt bleiben, die sonst durch das Kochen und vor allem durch eine falsche Zubereitung zerstört werden. Andere Lebensmittel wiederum müssen gekocht werden, da sie durch enthaltene Gifte ungeniessbar sind und Beschwerden verursachen.

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Müssen Tomaten in den Kochtopf?

Tomaten gehören wie Auberginen und Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen, die das Gift Solanin enthalten. Kartoffeln und Auberginen müssen auf jeden Fall gekocht werden. Zudem sollten die grünen keimenden Stellen bei den Kartoffeln herausgeschnitten werden, denn das Solanin wird beim Erhitzen nicht zerstört sondern geht in das Kochwasser bzw. Bratfett über und befindet sich besonders an den grünen, keimenden Stellen.

Bei Auberginen und vor allem bei Tomaten sollten nur weiche und ausgereifte Stücke ausgewählt werden. Zudem sollte bei Tomaten der grüne Stilansatz herausgeschnitten werden.

Wird Phasin durch Kochen unschädlich?

In den grünen Bohnen und Kichererbsen findet sich der Giftstoff Phasin, der durch das Kochen unschädlich gemacht wird. Das Weichkochen macht die grünen Bohnen geniessbar. Getrocknete Kichererbsen müssen zuerst über Nacht eingeweicht werden, wodurch der Bitterstoff Saponin entweicht bevor sie gekocht oder auf andere Weise zubereitet werden. Auch Frittieren für Falafel ist möglich.

Mangold roh oder lieber doch nicht?

Mangold und Spinat werden oft diskutiert, ob sie roh gegessen werden dürfen. Grund dafür ist die enthaltene Oxalsäure, die Calcium bindet, wodurch der Körper es nicht verwenden kann. Generell müssten grosse Mengen an Mangold, Spinat und Co roh gegessen werden um Beschwerden zu verursachen. In kleinen Mengen und vor allem für den gelegentlichen Verzehr besteht keine Gefahr.